Massnahmen

Da, wo der Wald seine Schutzfunktion nicht oder nur ungenügend erfüllt, müssen technische Massnahmen zur Sicherung des Gebiets eingesetzt werden.

Verbauungen

Wohl am bekanntesten sind die Lawinenverbauungen aus Stahlschneebrücken. Sie werden meist oberhalb der Waldgrenze verwendet. In tieferen Lagen, wo Bäume noch aufwachsen und Lawinenanrisse verhindern können, werden temporäre Holzschneerechen angebracht. Im Schutz dieser Verbauungen kann sich Verjüngung einstellen. Verfaulen und zerfallen die Holzschneerechen nach rund 50 Jahren, sollte die aufgekom-mene Verjüngung die Schutzfunktion vollständig übernehmen können. Die Kosten für Verbauungen belaufen sich auf schätzungsweise 1 Mio Fr./ha. Dem gegenüber fallen die Pflegekosten eines Schutzwaldes mit 10'000 Fr./ha in 50 Jahren vergleichsweise sehr tief aus.

Lawinenverbauung Obergesteln
Lawinenverbauung Obergesteln
Rottenstruktur im Winter
Rottenstruktur im Winter

Böschungssicherung

Böschungen, die ins Rutschen geraten sind können mit Holzkästen und Hangrosten stabilisiert werden. Sie passen sich leichten Geländebewegungen an und werden im Laufe der Zeit von der Vegetation überwachsen. Diese sollte nach dem Verfaulen des Holzes die Stabilisierung der Böschung übernehmen. Weidenstecklinge verleihen mit ihren Wurzeln dem Erdreich Stabilität und reduzieren durch ihren Wasserverbrauch die Bodennässe.

Hangrost
Hangrost

Räumung von Gewässern

Von den Forstrevieren werden auch Bachläufe von Holz geräumt, um Verstopfungen und damit Überschwemmungen vorzubeugen. Im Lawinenwinter 1999 konnten mit diesen vorbeugenden Massnahmen grössere Schäden vermieden werden.